Grünes Gewölbe Dresden

Als eine der reichsten Schatzkammern Europas genießt das „Grüne Gewölbe“ Weltruf. Mit der Wiedereröffnung einer der berühmtesten Sehenswürdigkeit Dresdens, des Historischen Grünen Gewölbes im September 2006 ist auch der zweite Teil der berühmten Sammlung der wettinischen Fürsten in das Dresdner Residenzschloss zurückgekehrt. Damit beherbergt das Museum Grünes Gewölbe zwei Dauerausstellungsbereiche unterschiedlichen Charakters. Im Neuen Grünen Gewölbe und im Historischen Grünen Gewölbe wird die Pracht der Kunstwerke aus Gold, Silber, Edelsteinen und Email, aus Elfenbein, Bronze und Bernstein in ganz eigener Weise erlebbar sein.

Historisches Grünes Gewölbe Dresden

Das Historische Grüne Gewölbe versammelt Meisterwerke der Juwelier- und Goldschmiedekunst sowie Kostbarkeiten aus Bernstein, Elfenbein, Edelsteingefäße und kunstvolle Bronzestatuetten. In den historischen Räumen stehen die kostbaren Kunstwerke nicht in Vitrinen, sondern frei auf Konsolen vor Schau- und Spiegelwänden und auf Prunktischen.

Besonderheiten:

Der Rundgang erfolgt mittels Audioguide, Führungen können nicht angeboten werden. Aufgrund der besonderen Ausstellungstechnik ist die Besucherzahl pro Stunde auf 100 Personen begrenzt

Neues Grünes Gewölbe Dresden

Die Ausstellung präsentiert in zehn Räumen ausgesuchte Meisterwerke der Schatzkunst. Zu den einzigartigen Kabinettstücken des Dresdner Hofjuweliers Dinglinger, wie etwa dem Hofstaat des Großmoguls oder dem Goldenen Kaffeezeug, treten faszinierende Preziosen aus Gold, Silber, Email und Edelsteinen, aus Elfenbein, Perlmutter, Kokosnüssen und Straußeneiern.
Die Präsentation der Kunstwerke erfolgt, im Gegensatz zum Historischen Grünen Gewölbe, einzeln in Vitrinen. Diese moderne Gestaltung ermöglicht dem Besucher, die von zahlreichen Fürstengenerationen zusammengetragenen Schätze von allen Seiten aus nächster Nähe in all ihrer Schönheit bestaunen zu können.

Neues Grünes Gewölbe Grünes Gewölbe Dresden

Das Grüne Gewölbe, die Schatzkammer von Dresden, ging aus einer geheimen Verwahrung für kleine Pretiosen und Goldschmiedearbeiten hervor. August der Starke kam zu dem Entschluss, die Kunstkammer aus dem 16. Jahrhundert aufzulösen. In dieser wurden verschiedenste Kunstwerke unterschiedlicher Epochen und Sparten gesammelt. Heute kann man im Neuen Grünen Gewölbe über 1000 Einzelstücke bewundern.

Zu Beginn des Rundganges können Sie die Kugellaufuhr aus dem 16. Jh. bewundern. Ein Meisterwerk von Hans Schlottheim, das seinesgleichen suchen muss. Mechanisch und kunsthandwerklich eine Meisterleistung! Der Turm enthält kombiniert ein Musikwerk, einen Figurenautomaten und einen Zeitmesser.

Natürlich ist es im Rahmen des Rundganges kaum möglich, alle Werke einzeln zu bestaunen. Aber es gibt natürlich verschiedene Highlights, die Sie gesehen haben müssen. Dazu zählt auch der berühmte Kirschkern, in den tatsächlich 185 Köpfe geschnitzt worden sind. So steht es zumindest im Inventarverzeichnis…

Weiterführend erreichen Sie Räume, die nach unterschiedlichen Epochen unterteilt sind. Man bekommt anschaulich einen Einblick in die jeweilige Wohn-, Reise- und Modekultur dieser Zeit. Es ist spannend und handwerklich einmalig, wie kostbare Edelsteine und Metalle weiterverarbeitet wurden. So sind einzigartige Stücke entstanden, die in der Ausstellung zu bewundern sind.

Auch sei hier auf die Bergkristallkugel aus dem 16. Jahrhundert hingewiesen. Eine Kugel aus Bergkristall in dieser Reinheit ist einmalig, zumal Bergkristall von Natur aus sehr brüchig ist. Kristallkugeln, in denen man kurioserweise sein Antlitz verkehrtherum sieht, galten als Mysterium.

Beim Rundgang werden Sie auch Mini- Groteskfiguren sehen, kleine lustige Gestaltungen, die aus unförmigen Perlen fantasievoll entstanden sind. Oder Garnituren von Knöpfen, Waffen und Schmuck, die je nach Anlass auf die passende Kleidung genäht worden. Weitere mechanische Automaten, Trinkpokale und Rosenwasser- Garnituren sind nur ein Bruchteil dessen, was man in den Vitrinen bestaunen kann.

Aber als nächstes Highlight sollte auf die Werke der Gebrüder Dinglinger verwiesen werden. Sei es das Bad der Diana oder Das Goldenen Kaffeezeug oder Der Großmogul Aureng- Zeb. All das sind Werke, die in der Regierungszeit Augst des Starken entstanden sind. Dinglinger war sein Hofjuwelier. Ein Großteil der Pretiosen in der Schatzkammer sind durch ihn und seine Brüder geschaffen worden.

Das Goldenen Kaffeezeug findet sich auf einer silbervergoldeten Pyramide, auf der sich 45 Gefäße und Tassen aufreihen, aus denen man Schokolade, Kaffee und Tee genießen konnte. 50.000 Taler hat sich August der Starke dieses Meisterwerk kosten lassen. Der Preis erschließt sich an der besonderen Handwerksleistung sowie an der Verwendung von Gold, Silber, Emaile, Elfenbein und ca. 5.600 Diamanten.

Bei dem Kunstwerk Der Großmogul Aureng- Zeb stellt eine riesige Geburtstagfeier dieses besagten Moguls, dem damals reichsten Herrscher in Indien, dar. Indirekt hat sich hier August der Starke selbst darstellen wollen. Das passte in sein Bild als absolutistischer Herrscher. Knapp 60.000 Taler hat dieses Werk gekostet. 5120 Diamanten, 160 Rubine, 164 Smaragde, ein Saphir, 16 Perlen und zwei Kameen sind in diesem Meisterwerk verarbeitet. Die Werkstatt des Hofgoldjuweliers arbeitete mehr als sechs Jahre daran.

Weiter führt der Rundgang, der sich langsam dem Ende neigt, in einem Raum, in welchem Futterale zu sehen sind, die benutzt worden sind, um die Kunstschätze aufzubewahren oder zu transportieren. Auf Reisen nahm man ausgewählte Stücke mit, um diese in den eigenen weiteren Schlössern aufzustellen und damit zu präsentieren.

Als Attraktion ist zum Schluss der Dresdner Grüne Diamant, der einer der größten Diamanten der Welt ist mit 41 Karat. Augusts des Starken Sohn erwarb dieser auf der Ostermesse in Leipzig 1742 für 400.000 Taler. Dieser besagte Diamant gehört zu dem ausgestellten Hutschmuck, in dem zwei weitere große Brillanten sowie 411 mittelgroße und kleine Brillanten eingearbeitet worden sind.

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