Schlösser, Burgen und Gärten rund um Dresden

Schloss Augustusburg

Eine vielen Sachsens Burgen. Diese bedeutende Renaissanceanlage wird wegen ihrer Monumentalität und ihrer Schönheit auch „Krone des Erzgebirges” genannt. Die riesige quadratische Schlossanlage ist umsäumt von alten Buchen. Einst wurde Schloss Augustusburg als Jagd- und Lustschloss von Kurfürst August errichtet.
Für ein Schloss liegt die Augustusburg vortrefflich: Von ihrer Höhe hat man einen wunderschönen Blick über das hügelige Land.
Heute bietet Schloss Augustusburg fünf Museen und Ausstellungen Platz: Europas umfangreichstem Motorradmuseum, dem Kutschenmuseum, dem Jagdtier- und Vogelkundemuseum. Vom Aussichtsturm (mit Kunstgalerie) eröffnet sich dem Besucher ein fulminanter Blick über das Erzgebirge und bei einer Führung bieten sich ihm geheimnisvolle Einblicke hinter die vielen Türen dieser reizvollen Schlossanlage, z.B. in die Schlosskirche mit dem Altarbild von Lucas Cranach d.J. oder in den 130,6 m tiefen Schlossbrunnen.

Albrechtsburg Meissen

Als Juwel der sächsischen Elbschlösser thront hoch über Meißen die Albrechtsburg.
Sie ist das Wahrzeichen dieser international berühmten „Porzellan-Stadt” und der erste deutsche Schlossbau überhaupt. Baumeister war Arnold von Westfalen, der mit kühnen statischen und zugleich äußerst kunstvollen Konstruktionen wie den Vorhangbogenfenstern, einzigartigen Zellengewölben und dem berühmten Treppenturm – dem Großen Wendelstein – die Architektur dieses Schlosses prägte.
Somit entstand einer der schönsten Profanbauten der Spätgotik in Deutschland.
 
Unter dem Titel „Schaff Gold, Böttger!” zeigt eine Ausstellung auf der Albrechtsburg die Geschichte des Porzellans und die ihres Erfinders Johann Friedrich Böttger. Die Mittelalterliche Plastiken-Sammlung zählt bei Kunstfreunden als weiteres Highlight.
In der Burg können Sie ein monumentales Wandbildprogramm des 19. Jh. zur sächsischen Geschichte, den Wendelstein, u.v.m. sehen.

Schloss Moritzburg

Umgeben von einem Waldgebiet und harmonisch eingebettet in eine reizvolle Teichlandschaft, wird die Schlossanlage von Moritzburg in ihrer Gesamtheit zu einem besonderen Erlebnis. Und auch im Inneren birgt es wahre Schätze: die einzigartigen Ledertapeten, die kostbaren Barockmöbel, die vielen Gemälde, die Porzellane aus Meißen und Asien. Im Speisesaal hängt das stärkste Rothirschgeweih der Welt und krönt die umfangreiche Geweihsammlung. Etwas abseits finden Sie das Fasanenschlösschen – ein Chinoiserie-Bau mit zauberhafter Innenausstattung. Umgeben ist es von Teichen, Wiesen und einer echten Mole mit Leuchtturm – wenn auch en miniature.
Das Moritzburger Federzimmer mit seinen Millionen in Leinwand gewebten verschiedenartigen Vogelfedern ist erst seit kurzem wieder vollständig restauriert. Das Schlossmuseum zeigt nicht nur eine der bedeutendsten Geweihsammlungen Europas, sondern auch den weltgrößten Bestand an barocken Ledertapeten sowie Porzellane, Möbel und Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Fasanenschlösschen Moritzburg

Östlich vom Schloss Moritzburg liegt das Fasanenschlösschen – ein bezauberndes Rokokoschlösschen mit einem Miniaturhafen und einem Leuchtturm bietet dem Besucher ein besonders reizvolles Ambiente. Es zählt aufgrund seiner weitgehend erhaltenen Originalsubstanz und Ausstattung zu den wichtigsten erhaltenen Bauten des sächsischen Rokoko.

Schloss und Park Pillnitz

Von der Residenz Dresden aus fuhr der sächsische Hofstaat gerne auf prachtvollen Gondeln elbaufwärts nach Pillnitz. Das Wasserpalais mit seinen großartigen Chinoiserien und der mächtigen Freitreppe zur Elbe, dem Neuen Palais und dem Bergpalais bilden ein architektonisch einmaliges und harmonisches Ensemble, das später um die geräumige Orangerie, den Englischen und den Chinesischen Pavillon ergänzt wurde. Umschlossen wird alles von einem prächtigen Lustgarten.
Der weitläufige Park bietet zahlreiche botanische Besonderheiten – die bekannteste ist die über 250 Jahre alte japanische Kamelie. Im Winter ist sie geschützt durch ein fahrbares Glashaus – von Mitte Februar bis Mitte April können Sie die bezaubernden Blüten bewundern.

Barockschloss Rammenau

Äußerlich zeigt sich dieses beeindruckende Schloss in einem barocken Gewand. Im Inneren hat es aber auch klassizistische Einflüsse. Glanzstück ist der Spiegelsaal der einstigen Sommerresidenz. Dem Spiegelsaal schließen sich weitere prächtige Gemächer an: das Chinesische Zimmer, das Goldene Zimmer, der Blaue Salon, das Bulgarische Zimmer und das sagenumwobene Teufelszimmer. Lassen auch Sie sich in die Welt der glanzvollen Feste längst vergangener Tage versetzen.
Der wohl bekannteste Sohn Rammenaus ist der Philosoph Johann Gottlieb Fichte. Im Schloss können Sie die Fichte-Gedenkstätte besichtigen. Zudem erfahren Sie in der Dauerausstellung „300 Jahre Schloss- und Baugeschichte” viel Wissenswertes über das Schloss und seine einstigen Besitzer sowie über die Kunst-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Barockzeit.

Schloss Wackerbarth

Schloss Wackerbarth – das klingt fast wie ein Name aus einem Märchen. Und wahrhaft sagenhaft mutet an, was den Besucher hier zu Füßen der Radebeuler Weinberge erwartet: ein einzigartiges Ensemble aus Schloss und Lusthäuschen „Belvedere”, barocker Gartenanlage und moderner Wein- und Sektmanufaktur inmitten der lieblichen Landschaft des sächsischen Elbtals – ein wahres Kleinod, das sich August Christoph Graf von Wackerbarth als Alterssitz „Wackerbarths Ruh” von 1727 bis 1729 hatte erbauen lassen. Bei all der Pracht blieb der Graf nicht lange allein: Auch August der Starke wusste das bezaubernde Ambiente und die Köstlichkeit, die in den Fässern heranreifte, zu schätzen.
Schloss Wackerbarth, das so manches rauschende Fest des sächsischen Hofes erlebte, steht seitdem für edle Weine und Sekte und sächsische Lebenslust und präsentiert die 800-jährige Tradition der Weinbaukunst in Sachsen in ihrer schönsten Form. Ein perlendes Vergnügen ist der hauseigene Sekt, und das schon seit fast zwei Jahrhunderten. In der zweitältesten deutschen Sektkellerei gären nur eigene Trauben ganz klassisch in der Flasche zur feinfruchtigen Spezialität. Besucher können die Qualitätserzeugnisse des Sächsischen Staatsweingutes ausgiebig selbst verkosten, die Produktion der Sekte und Weine in der Gläsernen Produktion bestaunen, sich an feinen Speisen laben – und natürlich erlesene Tropfen nach Hause tragen.

Schloss Weesenstein

Wehrburg, Renaissanceschloss, Barockresidenz, romantischer Königssitz – all das verbindet sich mit dem Namen Weesenstein. Das Schloss blickt auf eine 700 Jahre alte Baugeschichte zurück und wurde so zu einem architektonischen Kuriosum: der Festsaal auf dem Dachboden, die Pferdeställe in der fünften Etage, darunter die Kellergewölbe und noch ein Stockwerk tiefer gelegen, die herrschaftlichen Wohnräume. König Johann von Sachsen hat hier wesentliche Teile seiner Dante-Übersetzung geschaffen. Umgeben von dicht bewaldeten Berghängen thront Schloss Weesenstein monumental auf einem Felsen. Ihm zu Füßen liegt ein barocker Park, der einen einzigartigen Kontrast zur scheinbar unberührten Natur außerhalb der Schlossanlage bildet.
Im Unterschloss können Sie die fürstlichen Wohnräume aus dem 18. und 19. Jh. mit einer reichen Ausstattung an Interieur und wertvollen historischen Tapeten besichtigen. Dieser Bereich ist dem wohl bedeutendsten Besitzer des Schloss – König Johann von Sachsen – gewidmet. Vom Unterschloss steigt man hinauf in die ältesten Räume der historischen Burganlage, die den einstigen Wehrcharakter unterstreichen. Eine Etage darüber befinden sich der Gerichtssaal mit dem aus dem 16. Jh. erhaltenen Gerichtsaktenschrank, eine weitere die Repräsentationsräume und der Rittersaal. Eine barocke Schlosskapelle bildet den architektonischen und künstlerischen Höhepunkt der gesamten Anlage. Die ständige Ausstellung lädt Sie zu einer ganz besonderen Zeitreise durch sieben Jahrhunderte sächsischer Geschichte.

Festung Königstein

Etwa 240 Meter hoch über dem Elbtal nimmt die Festung Königstein ihren einzigartigen Platz ein: Sie galt stets als uneinnehmbar. Mit einer Fläche von 9,5 Hektar gehört sie zu den größten Festungsanlagen Deutschlands und wurde von den Wettinern mitsamt Kunst- und Staatsschätzen als Zufluchtsort in kriegerischen Zeiten aufgesucht. Der Königstein war vor allem militärisch bedeutsam und blickt auf eine über 770-jährige Geschichte zurück. Diese zeigt sich auch in der Architektur der Gebäude, die von den verschiedenen Epochen geprägt sind.
Auch die Ausstellungen in der Festung Königstein beziehen sich auf ihre militärische Vergangenheit. Das Alte Zeughaus informiert Sie über die Geschichte des sächsischen Zeugwesens. Im Brunnenhaus erfahren Sie Wissenswertes über den Bau des tiefsten Brunnens in Sachsen (152,5 Meter). In der Kommandantenwohnung können Sie einen Blick in die Privaträume des Kommandanten aus der Zeit um 1900 werfen. Im Zustand dieser Zeit befindet sich auch der Kommandantenpferdestall. In der Georgenburg wird das Schicksal ehemaliger Insassen des gefürchtetsten Staatsgefängnisses in Sachsen dargestellt.

Coselburg Stolpen

Bekannt geworden ist Burg Stolpen durch die Gräfin Cosel. Sie war einst die Mätresse von August dem Starken und verstarb nach 49-jähriger Gefangenschaft auf der Burg. Doch die Burg erzählt noch eine andere Geschichte: Mit ihren markanten Türmen thront sie hoch oben auf einem Basaltfelsen. Tief im Inneren gibt es dunkle Verliese und Kellergewölbe. Hier finden sich Folterkammer und Hungerloch, denn die Burg Stolpen war in einige kriegerische Auseinandersetzungen Sachsens verwickelt. Auch diesen spannenden Teil der Burggeschichte können Sie erleben. Der tiefste Basaltbrunnen der Welt und die fantastische Aussicht von den Burghöfen und Türmen machen diesen Ort zu einer besonderen Sehenswürdigkeit.
In der Ausstellung „Leben und Gefangenschaft der Gräfin Cosel” können Sie sich unter anderem den Wohnraum der Gräfin ansehen. Andere Ausstellungen informieren über die „Mittelalterliche Rechtsgeschichte”, die „Bischöfliche Hofhaltung”, die „Amtsverwaltung” und die „Festungsgeschichte”.

Barockgarten Großsedlitz

Einer der bekanntesten Gärten Sachsens, eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft und etwa 100 Meter über dem Elbspiegel liegt der Barockgarten Großsedlitz. Dieses Gesamtkunstwerk barocker Gartenkunst erstreckt sich über mehrere Ebenen. In der weitläufigen Anlage lässt sich noch heute lustwandeln wie zu Zeiten Augusts des Starken. Ursprünglich im französischen Gartenstil angelegt, wurde er auch italienisch beeinflusst und gelangte so zu seiner außergewöhnlichen Gestaltung. Eigenwillig und doch harmonisch präsentiert er dem Besucher seine vielfältigen Wasserspiele, Rabatten, Skulpturen und Orangerieparterres. Die vielen Sichtachsen geben auf wundervolle Weise den Weg frei auf die umliegende Landschaft.
In den Sommermonaten wird der Festsaal im Grünen (das Untere Orangerieparterre) durch zahlreiche Orangenbäumchen aus der Toskana geschmückt. Erleben Sie das und vieles mehr in einer Führung durch die barocke Gartenanlage mit Oberer und Unterer Orangerie, Wasserspielen und Skulpturen.