Katholische Dresdner Kathedrale

Im Jahre 1697 konvertierte Friedrich August I., Kurfürst von Sachsen, auf dem Weg zur polnischen Königskrone zum Katholizismus. Der von ihm initiierte Bau einer katholischen Hofkirche konnte allerdings erst durch seinen Sohn, Kurfürst August II., unter Protest der überwiegend evangelischen Bevölkerung realisiert werden. Die spätbarocke Kirche entstand zwischen 1738 und 1754 nach Entwürfen des italienischen Baumeisters Gaetano Chiaveri.
 
Auf die Flusslandschaft ausgerichtet, dominiert die Hofkirche mit ihrem eindrucksvollen Turm den berühmten »Canaletto-Blick« auf die Dresdner Stadtsilhouette. 78 Steinfiguren schmücken Balustraden und Nischen. Sehenswert sind im Inneren u.a. die Rokokokanzel von Baltasar Permoser, die Silbermannorgel, das Hochaltarbild von Anton Raffael Mengs und die vier Grufträume mit 49 Sarkophagen katholischer Herrscher Sachsens sowie das Herz »August des Starken«, dessen Leib in Krakau ruht. 1980 erfolgte die Erhebung zur Kathedrale St. Trinitatis des Bistums Dresden-Meißen der Römisch-Katholischen Kirche.
 
Seit 1709 besteht an der Hofkirche zudem ein Knabenchor: Die »Dresdner Kapellknaben« pflegen neben ihren liturgischen Aufgaben eine reiche Musizierpraxis mit weltweiten Konzertreisen.
Katholische Dresdner Kathedrale
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