Repertoire Semperoper

Im Repertoire der Semperoper finden Sie klassische und moderne Opern, sowie klassische und moderen Ballettaufführungen. Von berühmten Komponisten wie Mozart und Wagner bis hin zu Auftragswerken zeigenössischer Komponisten wie Penderecki. Somit wird für jeden Geschmack das passenede Opernerlebnis geboten und ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Dresden.

Otello in der Semperoper Dresden

Giuseppe Verdi – Lyrisches Drama in vier Akten

Nach über eineinhalb Jahrzehnten legte im Jahr 1887 der bereits betagte Giuseppe Verdi mit Otello eine neue Oper vor, von deren Originalität sich schon damals das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißen ließ und die bis heute zu seinen musikalisch wie inhaltlich fesselndsten Werken zählt.

Verdis durchkomponiertes Dramma lirico nach dem Libretto von Arrigo Boito zeichnet packend Shakespeares gleichnamiges Drama nach und treibt den Protagonisten in den Abgrund.

weitere Aufführungen von Otello von Giuseppe Verdi in der Semperoper Dresden:

Der Liebestrank in der Semperoper Dresden

L’elisir d’amore - Der Liebestrank ist ein Melodramma in zwei Akten von Gaetano Donizetti
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ein Ort, irgendwo im Nirgendwo; eine Welt, die das Lieben verlernt hat. Nur zynischen Spott erntet in dieser Trostlosigkeit Nemorino, der bis zur Selbstverleugnung in Adina verliebt ist. Auch sie fühlt sich fremd in ihrer Umgebung, weist Nemorino jedoch zurück und gibt dem schneidigen Hauptmann Belcore den Vorzug. Hilfe verspricht der durchreisende Quacksalber Dulcamara. Mit seinem »Liebestrank der Isolde«, der zwar nur simpler Bordeaux ist, doch genauso gut seine Wirkung entfaltet, verführt er die Menschen, ihre Träume zu leben – und macht Nemorino zum begehrenswertesten Junggesellen des Ortes.

Mit feinstem italienischen Belcanto erzählt Donizetti eine Geschichte, in der die Liebe in all ihren Spielarten augenzwinkernd aufs Korn genommen wird. (Quelle: Semperoper Dresden)

weitere Aufführungen von “L’elisir d’amore - Der Liebestrank”:

Der Freischütz von Carl Maria von Weber

Romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Das verzweifelte Verlangen nach Erfolg zieht den Jägerburschen Max in die finstersten Abgründe des nächtlichen Waldes und der menschlichen Seele.

Max, einst bester Schütze weit und breit, steckt in einer Pechsträhne. Ein einziger Schuss soll über seine Heirat mit Agathe entscheiden – eine zu wichtige Angelegenheit, um sie dem Zufall zu überlassen. Um Mitternacht in der Wolfsschlucht gießt Max mit dem zwielichtigen Kaspar die verfluchten Freikugeln, die niemals fehlgehen.

Der Pakt mit dem Teufel ist besiegelt. Es ist eine schwarz-romantische Geschichte über schauerliche Rituale in nebeligen Felsenschluchten, über gespenstische Erscheinungen und die verführerische Macht des Bösen. Aber es ist auch das Schicksal eines verliebten jungen Mannes, der sich aus Versagensängsten zum Äußersten treiben lässt. »Ins Schwarze getroffen«, jubelte Carl Maria von Weber 1821 nach der Uraufführung, mit der »Der Freischütz« als »Deutsche Nationaloper« seinen Siegeszug durch die europäischen Opernhäuser antrat. Nun lässt Chefdirigent Christian Thielemann aus der geradezu dämonischen Musik gewaltige Spuk- und Lichtgestalten auferstehen. (Quelle: Semperoper Dresden)

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:

Der Barbier von Sevilla

Il barbiere di Siviglia - Der Barbier von Sevilla ist eine Commedia in zwei Akten von Gioachino Rossini in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Graf Almaviva liebt Rosina und versucht, sich ihr als Student getarnt zu nähern. Dabei muss er allerdings einen Weg vorbei an Bartolo finden, dem geizigen Vormund Rosinas, der ebenfalls beabsichtigt, sein Mündel zu heiraten. Hier schafft der Barbier Figaro Abhilfe, indem er durch sein plauderndes Friseurgemüt ausreichend Chaos stiftet, um eine heimliche Heirat Almavivas und Rosinas zu ermöglichen. Doch so leicht gibt Bartolo nicht auf. Rossinis unsterblicher »Il barbiere di Siviglia«, der die Vorgeschichte von »Le nozze di Figaro« erzählt, entpuppt sich als fröhliche Maskerade, deren Ränke und Intrigen in Grischa Asagaroffs szenischer Umsetzung komödiantisch zugespitzt werden. (Quelle: Semperoper Dresden)

weitere Aufführungen von ” Il barbiere di Siviglia - Der Barbier von Sevilla “:
09.03.2019 19.00 Uhr
12.03.2019 19.00 Uhr
27.03.2019 19.30 Uhr
29.03.2019 19.00 Uhr
20.04.2019 19.00 Uhr

Der fliegende Holländer

Romantische Oper in drei Akten von Carl Maria von Weber
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Unverstanden von ihrem unsensiblen Vater, ihrem schwächlichen Verehrer Erik und einer dörflichen Gesellschaft, die für Frauen nur die Rolle der Gattin und Mutter vorsieht, träumt Senta von der mythischen Figur des fliegenden Holländers. Der Legende nach ist er mit einem Fluch belegt, der nur von einer treu liebenden Frau gebrochen werden kann. Senta erkennt in sich die Erlöserin und hofft auf den Geheimnisvollen, um die Enge ihres Lebens hinter sich zu lassen. 1843 in Dresden uraufgeführt, ist »Der fliegende Holländer« Richard Wagners erste romantische Oper. Den Einbruch des Übersinnlichen in die Realität nimmt Regisseurin Florentine Klepper als Ansatzpunkt, um ein magisches Traumspiel auf die Bühne zu bringen.

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
29.06.2018 19.00 Uhr
02.07.2018 13.00 Uhr
11.01.2019 19.30 Uhr
15.01.2019 19.00 Uhr
22.02.2019 19.30 Uhr
01.03.2019 19.00 Uhr

Die Hochzeit des Figaro

Le nozze di Figaro - Die Hochzeit des Figaro ist eine Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Mal ehrlich! Halten Sie Männer oder Frauen für durchtriebener? Was würden Sie tun, wenn Ihre Braut in der Hochzeitsnacht erst mit einem anderen schlafen muss? Träumen Sie von heimlichen Affären? Hatten Sie schon einmal sichere Indizien für einen Seitensprung Ihrer Freundin und konnten ihr doch nichts nachweisen? Finden Sie junge Menschen attraktiver als ältere? Ist Liebe das Wichtigste im Leben? 1786. Die neue Zeit wirft ihre Töne voraus. Ein Graf gibt sich fortschrittlich und will doch nur das eine, eine gelangweilte Gräfin lässt sich auf gefährliche Liebesspiele ein, ein Bediensteter probt Aufstandsposen – und Mozart erschafft Musik zu einem Ideal: Liebe und Sex sind gleichberechtigt. Das ist Susanna! Am Ende aber kehrt der tolle Tag zu braven Verhältnissen zurück, die Revolution scheint schon vorbei, bevor sie überhaupt stattgefunden hat. Und doch ist die Fassade angeritzt, denn diese Utopie des Begehrens geht nicht mehr aus Ohr und Herz. Mozarts Hochzeit des Figaro spielt mit der Revolution auf dem Theater. Was wie ein plumpes Maskenspiel beginnt, wird in der Komik plötzlich glaubhaft und ahnt im Ende schon das bürgerliche Trauerspiel voraus. Sind wir heute wirklich freier? (Quelle: Semperoper Dresden)

weitere Aufführungen von “Le nozze di Figaro - Die Hochzeit des Figaro”:
06.05.2018 19.00 Uhr
10.05.2018 19.00 Uhr
13.05.2018 19.00 Uhr
21.05.2018 19.00 Uhr
26.05.2018 19.00 Uhr
19.06.2018 19.00 Uhr
01.09.2018 19.00 Uhr
08.09.2018 19.00 Uhr
20.09.2018 19.00 Uhr
30.09.2018 18.00 Uhr
11.10.2018 19.00 Uhr
19.10.2018 19.00 Uhr
02.11.2018 19.00 Uhr
05.02.2019 19.00 Uhr
07.02.2019 19.00 Uhr
09.02.2019 19.00 Uhr
21.02.2019 19.00 Uhr
03.03.2019 18.00 Uhr
04.03.2019 11.00 Uhr

Don Giovanni in der Semperoper Dresden

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ein neuer Tag, eine neue Frau – so lautet das Credo Don Giovannis: Donna Elvira ist schon Geschichte, Donna Anna überfällt er in ihrem Zimmer, Zerlina will er gar von ihrer Hochzeit weg verführen. Dass er damit den Zorn der verflossenen Damen, ihrer Ehemänner und Väter auf sich zieht, kümmert den Lebemann wenig. Als die Betrogenen sich verbünden, kommen Don Giovanni und sein Diener Leporello immerhin um Haaresbreite davon. Keineswegs eingeschüchtert oder gar geläutert, lädt der übermütige Draufgänger den Geist des von ihm ermordeten Vaters von Donna Anna zum Essen ein. Dieser jedoch schickt Don Giovanni auf seine letzte Reise … Nach »Così fan tutte« und »Le nozze di Figaro« komplettiert Mozarts berühmte Auslegung der Don-Juan-Legende den Da-Ponte-Zyklus an der Semperoper. (Quelle: Semperoper Dresden)

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
17.06.2018 19.00 Uhr
20.06.2018 19.00 Uhr
23.06.2018 19.00 Uhr
22.05.2019 19.00 Uhr
26.05.2019 19.00 Uhr
16.06.2019 19.00 Uhr
20.06.2019 19.00 Uhr

La Bohème in der Semperoper Dresden

Szenen aus »La vie de bohème« (Henri Murger) in vier Bildern von Giacomo Puccini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die Pariser Bohème spiegelt den Traum von Freiheit, Unabhängigkeit und Kunst – doch das Leben von Rodolfo und seinen Freunden sieht anders aus: Es ist kalt in ihrer Mansarde und noch nicht einmal Feuer gibt es für die Kerze der hübschen Nachbarin Mimì. Sie bringt Wärme in die Tristesse und entfacht Rodolfos Liebe. Aber ihre Beziehung ist von der Krankheit Mimìs überschattet. Zwischen dem finanziellen Auf und Ab der Bohémien-WG kommen sich die beiden näher, entfremden sich wieder und finden sich schließlich erst, als es schon zu spät ist. Die wohl bekannteste Oper Puccinis bot zur Zeit ihrer Entstehung durch die intime Szenerie und das alltägliche Sujet ein Novum in der italienischen Oper – heute gehört sie zu den beliebtesten Werken des Repertoires.

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
04.06.2018 19.00 Uhr
07.06.2018 19.00 Uhr
16.06.2018 19.30 Uhr
22.12.2018 19.00 Uhr
01.01.2019 16.00 Uhr
03.01.2019 19.00 Uhr
06.01.2019 14.00 Uhr
15.02.2019 19.00 Uhr
23.02.2019 19.00 Uhr
23.03.2019 19.00 Uhr
23.06.2019 14.00 Uhr
07.07.2019 19.00 Uhr
12.07.2019 19.00 Uhr

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Die Macht des Schicksals in der Semperoper Dresden

La forza del destino - Die Macht des Schicksals ist ein Melodrama in vier Akten Libretto von Francesco Maria Piave, nach dem Drama »Don Álvaro o La fuerza del sino« des Herzog von Rivas und »Wallensteins Lager« von Friedrich Schiller in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Ein versehentlich gelöster Schuss bringt das Schicksalsrad ins Rollen: Bei ihrem Versuch, gemeinsam zu fliehen, werden Leonora und Alvaro von Leonoras Vater überrascht. Sekunden später trifft diesen eine fehlgeleitete Kugel und sterbend verflucht er seine Tochter. Panisch flieht das Liebespaar, verliert sich und wechselt die Identitäten, stets verfolgt von Leonoras Bruder Carlo, der blutige Rache schwört. Selbst als Alvaro und Carlo sich unerkannt gegenseitig das Leben retten, ist die Hoffnung auf Versöhnung vergebens. Und auch Leonora kann dem unbarmherzigen Sog der Gewalt nicht entrinnen. Mit »La forza del destino« schuf Verdi 1862 ein musikalisches Ideendrama, das mit seiner vielgliedrigen Handlung und der reichen musikalischen Bandbreite über Verdis frühere, populäre Trilogie »Rigoletto«, »Il trovatore« und »La traviata« hinausgeht. Stetig wechselnd zwischen der Tragödie der drei Helden und buffonesken Nebenschauplätzen der »großen Welt«, führte der politisch engagierte Komponist nicht nur einen maßlos übersteigerten Ehrbegriff, sondern auch Rassendiskriminierung und offen zur Schau gestellte Kriegslust vor. Dabei reicht Verdis Stilvielfalt von satirischen Strafpredigten, schillernden Chortableaus und dem berühmten Kampfruf »Rataplan« bis zu leidenschaftlichen Duetten und intimen Arien, in denen sich Leonora, Alvaro und Carlo ausweglos in den Fäden des Schicksals und in ihren versengenden Emotionen verfangen.

weitere Aufführungen von Die Macht des Schicksals in der Semperoper Dresden:
28.04.2018 18.00 Uhr
02.05.2018 19.00 Uhr
05.05.2018 19.00 Uhr
08.05.2018 19.00 Uhr
11.05.2018 19.00 Uhr
19.05.2018 19.00 Uhr
31.08.2018 19.00 Uhr
14.09.2018 19.00 Uhr

Lucia di Lammermoor in der Semperoper Dresden

Oper in drei Akten Dichtung von Salvatore Cammarano nach Walter Scotts Roman »The Bride of Lammermoor« In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Lucia Ashton liebt Edgardo Ravenswood, den Todfeind ihres Bruders Enrico. Dieser ahnt, dass es sich bei dem Fremden, der in der Nähe seines Hauses gesichtet wurde, um Edgardo handeln muss. Trotz aller Warnungen und böser Vorahnungen trifft sich Lucia mit Edgardo. Er will das Kriegsbeil zwischen den Familien begraben und Enrico um die Hand seiner Schwester bitten. Doch Lucia fürchtet um sein Leben, wenn er sich ausliefert. Die Liebenden schwören sich ewige Treue. In großer finanzieller Bedrängnis verspricht Enrico dem reichen Erben Arturo Bucklaw die Hand seiner Schwester und will sie mit Hilfe einer Intrige und seiner Gefolgsleute von Edgardos Treulosigkeit überzeugen. Zur Unterschrift des Ehevertrages gezwungen, bricht Lucia auf ihrem Hochzeitsfest zusammen, als plötzlich Edgardo im Saal erscheint und sie für ihre Untreue verflucht. Von Schmerz und Wahnsinn überwältigt, tötet Lucia in der Hochzeitsnacht ihren Gemahl. Noch einmal gibt sie sich für einen kurzen Augenblick dem Traum ihrer Liebe hin, bevor auch sie stirbt. Edgardo, den Enrico zum Duell gefordert hat, gibt sich selbst den Todesstoß, als er vom Schicksal Lucias erfährt.

»Lucia di Lammermoor« ist eine hochemotionale Studie der Affekte zwischen Liebe und Hass, Intrigen und Treueschwüren und gehört zu den herausragenden Werken der Belcanto- Literatur. Nach 80 Jahren ist »Lucia« erstmals wieder in einer szenischen Umsetzung auf der Bühne der Semperoper zu erleben.

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
27.10.2018 19.00 Uhr
31.10.2018 19.00 Uhr
04.11.2018 19.00 Uhr
07.11.2018 19.00 Uhr

Fidelio in der Semperoper Dresden

Große Oper in zwei Aufzügen Libretto von Josef Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Fidelio heißt eigentlich Leonore. Sie lässt sich als Mann verkleidet beim Kerkermeister Rocco anstellen.In dessen Kerker sitzt ihr geliebter Florestan, der ärgste Feind des mächtigen Don Pizarro. Als sich der Minister Don Fernando zur Inspektion ankündigt, befiehlt Pizarro den Tod Florestans. Fidelio/Leonore gräbt dem Geliebten das Grab in dessen Zelle, immer hoffend, den Mord verhindern zu können. In letzter Sekunde gelingt das. Eine Oper über die unbesiegbare Hoffnung.

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
04.05.2018 19.00 Uhr
09.05.2018 19.00 Uhr
12.05.2018 19.00 Uhr
17.05.2018 19.00 Uhr
15.09.2018 19.00 Uhr
23.09.2018 18.00 Uhr
04.10.2018 19.00 Uhr
08.10.2018 19.00 Uhr
12.10.2018 19.00 Uhr

Die Zauberflöte in der Semperoper Dresden

Deutsche Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart
In deutscher Sprache

Tamino soll im Auftrag der Königin der Nacht deren Tochter Pamina befreien. Diese ist von Sarastro entführt worden; ein böser Zauberer, wie es scheint.
Verliebt in das ihm nur durch ein Bildnis bekannte Mädchen, macht Tamino sich auf den Weg. Es stellt sich heraus, dass Sarastro weniger böse denn weise ist und zudem voraussagt, dass Pamina und Tamino füreinander bestimmt sind.Bevor jedoch der Held in den Tempel der Weisheit aufgenommen und das Paar zu wahrhaft liebenden Menschen werden kann, müssen noch eine Reihe von Prüfungen bestanden werden.
Diese legt Tamino mit seinem Begleiter ab, Papageno, dem zwar die Braut Papagena, nicht jedoch schließlich wie Pamina und Tamino die allerhöchsten Weihen vergönnt sind: die Aufnahme in den Kreis der Eingeweihten. Ein Märchen vom Sieg der Liebe über alles, was uns Menschen voneinander trennt. (Quelle: Semperoper Dresden)

weitere Aufführungen von “Die Zauberflöte” in der Semperoper Dresden:
24.05.2018 19.00 Uhr
27.05.2018 14.00 Uhr
27.05.2018 19.00 Uhr
20.10.2018 19.00 Uhr
21.10.2018 11.00 Uhr
26.10.2018 19.00 Uhr
03.12.2018 19.00 Uhr
04.01.2019 19.00 Uhr
04.02.2019 19.00 Uhr
11.03.2019 19.00 Uhr
28.03.2019 19.00 Uhr
31.03.2019 14.00 Uhr
31.03.2019 19.00 Uhr
08.04.2019 19.00 Uhr
19.04.2019 19.00 Uhr
06.06.2019 19.00 Uhr
14.06.2019 19.00 Uhr
06.07.2019 19.00 Uhr

Alles Schwindel – Blonde Dame sucht vermögenden Gentleman

Blonde Dame sucht vermögenden Gentleman…
Burleske in acht Bildern Text von Marcellus Schiffer Fassung für Salonorchester von Max Renne

Blonde Dame sucht vermögenden Gentleman für gemeinsame Abenteuer – Schwindel! Evelyne Hill, Tochter eines amerikanischen Großunternehmers – Schwindel! – liebt – Schwindel! – Tonio Hendricks, Besitzer einer Schraubenfabrik – Schwindel! Na dann: Erna Schmidt, Mannequin, bandelt an mit Artur Henschke, Chauffeur – Schwindel! Alles Schwindel!

Der Titel der Burleske sagt bereits alles: 1931 schufen Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer ihre dritte Musiktheaterzusammenarbeit »Alles Schwindel« für das Berliner Theater am Kurfürstendamm – und trafen prompt den Nerv der Zeit. Die Geschichte rund um eine Gesellschaft, in der jeder vorgibt, ein anderer zu sein, und in der auf Tatsachen und Gefühle kein Verlass ist, spiegelte gekonnt das Berlin der 1930er-Jahre: Die damalige politische Umbruchzeit und die Nachwehen der wilden Zwanziger ließen viele ihr Leben als Achterbahnfahrt empfinden. Schiffers spitzzüngige Texte in Ergänzung mit Spolianskys mitreißenden Melodien gebaren Evergreens wie »Mit dir möchte ich mal auf der Avus Tango tanzen« oder »Auf der Gesellschaft«, die bis heute im Ohr klingen. Und auch jenseits dieser Hits hat die Burleske nichts an Aktualität eingebüßt. Gemäß ihrer Angabe zur Handlungszeit – »Gestern, heute und morgen« – kann man sich bis heute mit dem Protagonistenpaar identifizieren: Evelyne und Tonio, die sich über eine Kontaktanzeige kennenlernen und bis zum Ende nicht wissen, wer der andere eigentlich ist, sind Abbild einer falschen Small-Talk-Gesellschaft, die 1931 wie 2017 kein wahres Gesicht erkennen lässt.

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
09.06.2018 19.00 Uhr
10.06.2018 16.00 Uhr
12.06.2018 19.00 Uhr
15.06.2018 19.00 Uhr
17.06.2018 18.00 Uhr
20.06.2018 19.00 Uhr

100°C Dreiteiliger Ballettabend

100°C Dreiteiliger Ballettabend Musik von Bohuslav Martinů / Ludwig van Beethoven / Dirk Haubrich

Erst 27 Jahre alt war »Boy Wonder« Justin Peck, als er im Jahre 2015 mit seinem Ballett »Heatscape« besondere Aufmerksamkeit auf sich zog.
Die »poetischste und fesselndste Kreation« des »bedeutendsten Ballettchoreografen der USA«, so die New York Times, überzeugte mit Reichtum an Schritten und höchster Musikalität. »Das Werk selbst«, so Peck, »bewegt sich zwischen Abstraktem und Narration und fordert das Publikum zum Interpretieren auf.« Dazu lädt auch Jiří Kylián mit »Gods and Dogs« aus dem Jahre 2008 ein, in dem sich der Choreograf mit Grenzgängen zwischen Normalität und Wahnsinn beschäftigt. Er selbst hinterfragt: »Aber wo ist der Moment, der uns über die unsichtbare Linie krankhafter Verrücktheit stößt, und wer legt diese fest?« Das Reflektieren über Normen berührt auch Themenkreise, die Hofesh Shechter künstlerisch umtreibt.Der Israeli feierte seinen Durchbruch mit »Political Mother«, einer wütenden Abrechnung mit Politik und Gesellschaft.»Aber«, so schreibt Shechter, »Wut kann eine treibende Kraft hinter meiner Arbeit sein. Ich möchte sie mit dem Publikum teilen, sie in etwas Konstruktives, Positives wenden.« Über seine anstehende Neukreation für das Semperoper Ballett verspricht Shechter Energetisches, »Sinn für Antrieb und Schub. Es wird ein sprühendes und rastloses Stück, das einen besonderen Eindruck hinterlassen wird!«

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
02.06.2018 18.00 Uhr
06.06.2018 19.00 Uhr
10.06.2018 19.00 Uhr
15.06.2018 19.00 Uhr
01.07.2018 18.00 Uhr
05.07.2018 19.00 Uhr
09.09.2018 18.00 Uhr
13.09.2018 19.30 Uhr
17.09.2018 19.00 Uhr

Cabaret in der Semperoper Dresden

Buch von Joe Masteroff nach dem Stück »Ich bin eine Kamera« von John Van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood Gesangstexte von Fred Ebb, Musik von John Kander Deutsch von Robert Gilbert

Berlin Ende der 1920er Jahre: grell beleuchtete Amüsiermeilen, vergnügungssüchtige Nachtschwärmer, obskure Bars und der Jazz. Es wird gefeiert und gelebt, als gäbe es kein Morgen. Doch die Lichter der Großstadt werfen auch einen fahlen Schein auf Armut, Inflation und wachsenden Antisemitismus. Genau davon will man im Kit Kat Club nichts wissen: Allabendlich verkündet die von einer großen Karriere träumende Sally Bowles ihre Maxime »Life is a Cabaret«, nach der die Wirklichkeit bloß eine Bühne und alles darauf nur ein Spiel darstellt. Hinein in diese Atmosphäre diffusen Lichts gerät Schriftsteller Cliff Bradshaw, der bald nicht nur das Bett, sondern auch sein Pensionszimmer mit Sally teilt. Sie träumen von einer gemeinsamen Zukunft; ebenso wie ihre Wirtin Fräulein Schneider, die ihre Verlobung mit Herrn Schultz feiert. Wie sich herausstellt ist der jedoch Jude – keine gute Voraussetzung für ein trautes Glück in jener Zeit. Auch Cliffs und Sallys Beziehung wird auf die Probe gestellt, denn die flamboyante Nachtklub­sängerin trägt ein Kind unter ihrem Herzen … Am Vorabend des Dritten Reichs traf der britische Schrift­steller Christopher Isherwood in Berlin die Charaktere, die später unter anderem in seinem Roman »Good­bye to Berlin« zur Vorlage für den Welterfolg des Musicals »Cabaret« wurden. Lassen Sie sich verführen zu einem Tanz auf dem Vulkan: »Willkommen, bienvenue, welcome!«

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
21.12.2918 19.00 Uhr
27.12.2018 19.00 Uhr
29.12.2018 19.00 Uhr
30.12.2018 19.00 Uhr
01.01.2019 19.00 Uhr
03.01.2019 19.00 Uhr
05.01.2019 20.00 Uhr
08.01.2019 19.00 Uhr

Rigoletto in der Semperoper Dresden

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Vor dem Herzog von Mantua ist keine Frau sicher, er nimmt sich, was ihm gefällt. Mit Gewalt. Sein Narr Rigoletto ist als ebenso einfallsreicher wie mitleidloser Gehilfe bekannt. Die Höflinge wollen ihm eins auswischen. Sie haben ihm nachspioniert und wissen nun, dass er mit einer schönen jungen Frau, die sie für seine Geliebte halten, zusammenlebt. Diese entführen sie als »frische Ware« für den Herzog und bringen Rigoletto dazu, mit verbundenen Augen dabei zu helfen. Er denkt, es geht um Nachbars Tochter oder Gattin. Was die Höflinge nicht wissen: Sie entführen Rigolettos Tochter und bringen dem Herzog mit ihr jene Schöne, deren Liebe er bereits inkognito gewonnen hat. Rigoletto schreit nach Rache und kauft sich einen Mörder. Doch die Leiche, die ihm übergeben wird, ist nicht der Herzog … (Quelle: Semperoper Dresden)

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
25.05.2018 19.00 Uhr
30.05.2018 19.00 Uhr
03.06.2018 19.00 Uhr
05.06.2018 19.00 Uhr
08.06.2018 19.00 Uhr
02.09.2018 19.00 Uhr
05.09.2018 19.00 Uhr
07.09.2018 19.00 Uhr

Carmen in der Semperoper Dresden

Oper in drei Akten von Georges Bizet
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Die kompromisslose Carmen lebt nur den Moment, Liebe ist für sie leicht wie ein Vogel im Wind.Mit ihrer Unabhängigkeit verdreht sie den Männern reihenweise den Kopf, schließlich auch dem Soldaten Don José. Doch seine Leidenschaft für Carmen wird dem jungen Mann zum Verhängnis: Als Deserteur schließt er sich den Schmugglern um Carmen an. Das erhoffte Glück mit ihr währt allerdings nicht lang, denn schon bald wird sie seiner überdrüssig. Der virile Torrero Escamillo stört die bröckelnde Beziehung und zieht Carmens ganze Aufmerksamkeit auf sich – mit fatalen Folgen: Der finale Todesstoß trifft nicht nur den Stier …

Die zur Uraufführung als »unmoralisches Werk« verrissene Oper ist längst nicht mehr aus dem Standardrepertoire wegzudenken. (Quelle: Semperoper Dresden)

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
22.06.2018 19.00 Uhr
24.06.2018 19.00 Uhr
27.06.2018 19.00 Uhr
07.07.2018 19.00 Uhr
01.10.2018 19.00 Uhr
05.10.2018 19.00 Uhr
07.10.2018 19.00 Uhr
09.10.2018 19.00 Uhr
14.10.2018 19.00 Uhr
16.10.2018 19.00 Uhr
08.11.2018 19.00 Uhr
10.11.2018 19.00 Uhr
25.01.2019 20.00 Uhr
27.01.2019 19.00 Uhr
10.02.2019 15.00 Uhr & 19.00 Uhr
16.02.2019 19.00 Uhr
24.02.2019 19.00 Uhr
02.06.2019 19.00 Uhr
08.06.2019 19.00 Uhr

Oedipus Rex in der Semperoper Dresden

Bei Oedipus Rex - Il prigioniero handel es sich um einen Operndoppelabend: Opern-Oratorium in zwei Akten von Igor Strawinsky / Oper in einem Prolog und einem Akt von Luigi Dallapiccola Libretto von Jean Cocteau und Igor Strawinsky nach »Oidípous Týrannos« von Sophokles / Libretto vom Komponisten nach Texten von Philippe-Auguste Villiers de l’Isle-Adam und Charles de Coster in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln / in lateinischer und deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Oedipus hofft, seinem prophezeiten Schicksal zu entgehen. Aus seiner Heimat geflohen, hat er die Thebaner vor der Sphinx gerettet, ist deren König geworden und Gatte der Witwe des ermordeten Königs Laios.Jetzt soll er das Volk vor der Pest retten und muss dafür den Mörder des Königs finden. In seiner Hybris ignoriert er alle Warnzeichen und wird am Ende doch die grausame Wahrheit erkennen, selbst unwissentlich den königlichen Vater getötet und die eigene Mutter geheiratet zu haben. Strawinskys rituelles Drama im Stil des Neoklassizismus in lateinischer und deutscher Sprache aus der Feder des Dichters Jean Cocteau beschwört chorgewaltig-archaisch die erschütternde Ungeheuerlichkeit des Mythos in seiner schicksalhaften Ausweglosigkeit.Die Mutter des Gefangenen hofft, ihren Sohn wiederzusehen.Ihre Hoffnung schlägt in angstvolle Todesbilder um. Der gefolterte Gefangene schöpft Hoffnung, nachdem der Kerkermeister ihn »Bruder« nennt und die Kerkertür offen lässt. Der Augenblick jubelnder Freiheitshoffnung beim Anblick des Himmels wird zur Sturzkante der schlimmsten aller Foltern: Bruderruf und Freiheitsversprechen entpuppen sich als Betrug des als Kerkermeister verkleideten Großinquisitors an der urmenschlichen Hoffnung des Todgeweihten, bevor er zum Richtplatz geführt wird. Dallapiccola dringt mit überbordendem Zwölftonmelos, die dem Belcanto in neuer Klanglichkeit verhaftet bleibt, berührend in die Seelenlandschaft eines einzelnen Menschen vor, der dem Schicksal seine Freiheit abzuringen hofft.

weitere Aufführungen von “Oedipus Rex - Il prigioniero”:
30.06.2018 18.00 Uhr PREMIERE
03.07.2018 19.00 Uhr
06.07.2018 19.00 Uhr
08.07.2018 19.00 Uhr
11.07.2018 13.00 Uhr

Die Hugenotten in der Semperoper Dresden

Giacomo Meyerbeer
Les Huguenots / Die Hugenotten ist eine Opéra in fünf Akten Text von Eugène Scribe und Émile Deschamps in französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Eine einzige Nacht verwandelt die Stadt Paris in ein Totenhaus: In der Bartholomäusnacht 1572 ermorden die französischen Katholiken tausende ihrer Mitbürger, die als Hugenotten dem neuen Glauben der Reformation angehören. Eigentlich hatte die Hochzeit der katholischen Prinzessin Marguerite de Valois mit dem hugenottischen König Henri de Navarre die Zeit der religiösen Auseinandersetzungen beenden sollen. Doch die »Pariser Bluthochzeit« in der Bartholomäusnacht macht die Hoffnung auf Frieden zunichte. 260 Jahre später bringt Giacomo Meyerbeer in seiner Oper »Die Hugenotten« die Ereignisse auf die Bühne. Mit der Liebesgeschichte zwischen dem Hugenotten Raoul und der Katholikin Valentine führt er vor, wie ein religiöser Konflikt eskaliert und schließlich zu einem Massaker führt, in dem selbst familiäre Bindungen nicht mehr zählen. Die Uraufführung von »Die Hugenotten« am 29. Februar 1836 ist ein Schlüsselereignis der Operngeschichte. Die historischen Tableaus, die harten Kontraste zwischen Festtagsfreude und Pogromstimmung und die Beschleunigung der Handlung zur Katastrophe, all das wirkte auf die Zeitgenossen atemberaubend. Kaum eine Oper des 19. Jahrhunderts wurde so oft gespielt und zugleich von einer ganzen Generation von Opernkomponisten, zu denen neben Hector Berlioz auch Giuseppe Verdi und Richard Wagner gehören, nachgeahmt und weiterentwickelt.
Nachdem Giacomo Meyerbeers Opern nach dem Ersten Weltkrieg seltener auf den Spielplänen der Opernhäuser standen und zwischen 1933 bis 1945 in Deutschland gar nicht mehr gespielt wurden, erlebten seine Grand opéras in den vergangenen Jahren eine regelrechte Renaissance. Regisseur Peter Konwitschny, der 2016 für seine Inszenierung von Jacques Fromenthal Halévys »Die Jüdin«, dem Schwesterwerk der »Hugenotten«, mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet wurde, kehrt mit Meyerbeers Werk an die Semperoper zurück, wo er zuletzt 1999 inszenierte.

weitere Aufführungen von “Les Huguenots / Die Hugenotten”:
29.06.2019 18.00 Uhr PREMIERE 
02.07.2019 19.00 Uhr
04.07.2019 19.00 Uhr
10.07.2019 15.00 Uhr
13.07.2019 18.00 Uhr

Ein Sommernachtstraum

Frederick Ashton und David Dawson
Ein Ballettabend in zwei Teilen Felix Mendelssohn Bartholdy nach »Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare / Max Richter »The Four Seasons« nach Antonio Vivaldi »Die vier Jahreszeiten«
In diesem Ballettabend treffen mit William Shakespeares »A Midsummer Night’s Dream« und Antonio Vivaldis »Die vier Jahreszeiten« zwei echte Klassiker aufeinander.

Frederick Ashtons Adaption des »Sommernachtstraums« (1964) avancierte durch seine hochvirtuose Bewegungssprache und den Witz seiner Erzählung zu einem Meilenstein der Shakespeare-Interpretationen im Ballett. Fokussiert auf die Ereignisse im Wald außerhalb Athens, sind Menschen wie Elfen dem Zauber einer Sommernacht ausgesetzt: Während Elfenkönig Oberon seine Königin, Titania, für ihren Eigensinn mit dem Saft einer Zauberblume bestrafen will, trifft die Magie auch zwei Liebespaare, die sich im Wald und in ihren Gefühlen füreinander verirren. Erst der Morgen und das Erwachen wie aus einen Traum lässt sie einander (wieder)erkennen.

Die fantastisch-sphärische Musik von Max Richters Neukomposition (2012) der »Vier Jahreszeiten« (1725) inspirierte den britischen Choreografen David Dawson zu einer Kreation über den Kreislauf des Lebens. Vier Teile schließen diesen Kreis und formen ihn durch die Körper der Tänzer im Spannungsfeld des Raumes, vier Elementen zugeordnet, immer wieder neu. Im Mittelpunkt steht der Mensch, in Stillstand wie Bewegung steter Veränderung ausgesetzt, die in vielen zeitlosen Augenblicken immer neue Dimensionen von Wahrnehmung, Energie und Möglichkeit kreiert – zwischen Leben und Tod, stets ahnend und niemals wissend.

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
22.06.2019 19.00 Uhr   30.06.2019 18.00 Uhr
26.06.2019 19.00 Uhr   11.07.2019 19.00 Uhr
28.06.2019 19.00 Uhr   14.07.2019 14.00 Uhr

Die tote Stadt in der Semperoper Dresden

Erich Wolfgang Korngold
Oper in drei Bildern Frei nach Georges Rodenbachs Roman »Bruges-la-Morte«
Libretto von Paul Schott In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

»Die Musik zur ›Toten Stadt‹ ist wesentlicher Bestandteil der dramatischen Entwicklung, auch der kinomäßigen Sensation in der Steigerung des Grauens.« Was hier Eugen Thari im Dresdner Anzeiger im Dezember 1921 über die Musik zur Dresdner Erstaufführung von Erich Wolfgang Korngolds Sensationserfolg schreibt, dockt am damaligen Ankommen in einer neuen Zeit an: Es sind die zum Teil auf cineastische Art verzerrten Seelenwelten des Protagonisten, zu denen der Komponist eine bestechende Partitur geschrieben hat. Diese drängt die Zuschauer zu einer beklemmenden Reise in emotionale Tiefenregionen. Der in Zurückgezogenheit lebende Paul ergießt sich in Trauer um seine verstorbene Frau Marie. Doch das Kennenlernen einer Tänzerin, Marietta, setzt sein gelähmtes Seelenleben in Bewegung: Die junge Frau wird ihm zum Spiegel seiner Sehnsüchte, so dass er auf sie eine »Wiederkehr« seiner verstorbenen Gattin projiziert. Immer stärker zieht es Paul in verschüttete Schichten seiner Psyche. Erst das Erwachen aus einem Albtraum, in dem Paul eine Bluttat begeht, lässt ihn in der Realität ankommen. Kann er den Weg in ein von psychischen Altlasten befreites Leben gehen?
Mit seiner »Toten Stadt« wurde das zum jungen Mann gereifte »Wunderkind« Erich Wolfgang Korngold neben Richard Strauss zum meistgespielten Opernkomponisten Deutschlands der 1920er Jahre. Nach fast 100 Jahren kehrt das musikalisch packende Psychodrama an die Semperoper zurück.

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
31.05.2019 19.00 Uhr
04.06.2019 19.00 Uhr

Nabucco in der Semperoper Dresden

Giuseppe Verdi
Dramma lirico in vier Teilen Text von Temistocle Solera In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Nabucco, König von Babylon, hat die Hebräer unterworfen und ihren Tempel zerstört. Seine Tochter Fenena liebt einen der versklavten Hebräer, während die zweite Tochter Abigaille die Hebräer hasst. Im Rausch seines Sieges erhebt sich Nabucco zum Gott – und verliert darüber den Verstand. Als Abigaille erfährt, dass sie selbst in Wahrheit die Tochter eines Sklaven ist, beginnt ein mörderischer Kampf um die Macht. Giuseppe Verdis 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführte Oper »Nabucco« benutzt eine Geschichte aus dem Alten Testament für eine Auseinandersetzung um Freiheit, Identität, menschlicher Hybris und Glauben.

Mit »Nabucco« gelang dem 29-jährigen Giuseppe Verdi der Durchbruch als Komponist, nicht zuletzt, weil er mit dem Chor der versklavten Hebräer »Va, pensiero, sull’ali dorate« zum ersten Mal eine Melodie komponiert hatte, die in der aufgeheizten Atmosphäre der italienischen Unabhängigkeitsbewegung als Ausdruck eines kollektiven Freiheitswunsches verstanden wurde. Doch »Nabucco« ist viel mehr als dieser populäre Chor, der erst im Zusammenhang der voranstürzenden Handlung seine Kraft gewinnt. Zum ersten Mal hat Verdi hier eine Oper geschrieben, die klanglich aus einem einzigen Guss zu sein scheint und mit ihren vorwärts drängenden Rhythmen den Zuhörer emotional gefangen nimmt. Mit der ehrgeizigen Abigaille schuf Verdi einen ganz neuen, kraftvollen Frauentypus auf der Opernbühne. Nach seinem Debüt mit Korngolds »Die tote Stadt« wird Regisseur David Bösch nun Verdis dritte Oper auf die Bühne der Semperoper bringen.

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
25.05.2019 19.00 Uhr PREMIERE   05.06.2019 19.00 Uhr
28.05.2019 19.00 Uhr   09.06.2019 19.00 Uhr
30.05.2019 19.00 Uhr   15.06.2019 19.00 Uhr
21.06.2019 19.00 Uhr

4.48 Psychose in der Semperoper Dresden

Philip Venables
Kammeroper in einem Akt nach Sarah Kane (2016) Deutsch von Durs Grünbein In deutscher Sprache

Als Sarah Kane ab Mitte der 1990er Jahre mit Stücken wie »Zerbombt« und »Phädras Liebe« die Bühnen der Welt eroberte, galt sie als eine große Hoffnung für die Zukunft des Theaters. Ihren unverstellten Blick auf eine gewalttätige Gegenwart beschrieb sie in eindrucksvoller Unmittelbarkeit in ihren Werken, die im besten Sinne Dramen von geradezu antik anmutender Kraft sind. Dass sie unter schweren Depressionen und psychotischen Zuständen litt, machte die Engländerin selbst öffentlich und thematisierte es in ihrem letzten Stück »4.48 Psychose« in der ihr eigenen schonungslosen Darstellungsweise. 4.48 benennt die Uhrzeit, zu der sie morgens oft aufwachte und Augenblicke größter Klarheit erlebte. Sarah Kane beging im Februar 1999 Selbstmord, das Stück wurde posthum uraufgeführt und erlaubt einen tiefen Einblick in die Zerrissenheit, Einsamkeit, aber auch die Hoffnungen und Sehnsüchte seiner Protagonistin.
Der junge englische Komponist Philip Venables (*1979) hat dieses Stück als Vorlage für seine erste abendfüllende Oper gewählt, die 2016 im Royal Opera House in Covent Garden in London mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Venables schafft eine eigenständige Erzählung, die mit musikalischer Raffinesse und klanglichem Erfindungsreichtum die Vorlage eindringlich weitererzählt.
Philip Venables erhielt für seine Oper den British Composer Award 2017,den wichtigsten britischen Kompositionspreis, sowie den Award der Royal Philharmonic Society in der Kategorie Large Scale Composition und wurde für den Laurence Olivier Award nominiert. Für die Semperoper erarbeitet Philip Venables auf Grundlage der Übersetzung des Dresdner Dichters und Essayisten Durs Grünbein eine deutsche Fassung seiner Oper.

weitere Aufführungen in der Semperoper Dresden:
26.04.2019 19.00 Uhr PREMIERE
29.04.2019 19.00 Uhr
03.05.2019 19.00 Uhr
04.05.2019 19.00 Uhr
06.05.2019 19.00 Uhr
08.05.2019 19.00 Uhr
10.05.2019 19.00 Uhr

Schwanensee in der Semperoper Dresden

Aaron S. Watkin
Musik von Pjotr I. Tschaikowsky Ballett in zwei Akten

Während Prinz Siegfried seine Volljährigkeit feiert, eröffnet ihm seine Mutter, die Fürstin, dass er sich auf dem morgigen königlichen Ball eine Braut aussuchen müsse. Nach den Feierlichkeiten begeben sich der junge Prinz und sein bester Freund Benno auf Jagd und entdecken dabei einen verwunschenen See. Dort erleben sie, wie sich ein Schwarm Schwäne in wunderschöne Jungfern verwandelt. Eine von ihnen zieht Siegfried besonders in ihren Bann und erzählt ihm, sie sei Odette, die Schwanenkönigin. Sie und die anderen Jungfern seien durch einen schrecklichen Fluch dem bösen Zauberer Baron von Rotbart unterworfen, der sie in Schwäne verwandelt habe. Sie berichtet ihm, dass ihre Großmutter, eine gute Fee, so viele bittere Tränen geweint habe, dass dieser See daraus entstanden sei. Sie habe außerdem den Fluch gemildert, indem sie den Jungfern ermöglichte, sich jeden Abend zurück in Menschen zu verwandeln, damit sie nur am Tag als Schwäne leben müssten. Odette fügt hinzu, dass nur die wahre Liebe eines Mannes den Bann brechen kann, doch wenn die Liebe nicht echt ist, wird Odette bis ans Ende ihrer Tage dazu verdammt, als Schwan zu leben. Siegfried ist zutiefst berührt und nach der gemeinsamen Nacht mit Odette so sehr liebestrunken, dass er Odette seine ewige Liebe schwört, bevor er wieder aufbricht. Auf dem Ball am folgenden Abend erscheint Baron von Rotbart mit seiner Tochter Odile, die Odette so sehr gleicht, dass Siegfried sich völlig von Odiles bestechendem Zauber verleiten lässt und ihr verspricht, sie zu heiraten. Voller Kummer und Sorge erkennt Siegfried, dass er überlistet wurde und eilt zurück zum See, um Odette zu finden und ihr alles zu erklären. Odette vergibt Siegfried und will ihrem Leben eher ein Ende setzen, als ihr Schicksal anzunehmen. Siegfried beschließt, an ihrer Seite zu sterben. Die Großmutter fordert die beiden dazu auf, in ihren See einzutreten, der nun nicht mehr ein Ort der Tränen und Trauer, sondern zu einem Zufluchtsort der Freude und Freiheit geworden ist. Der See tritt über seine Ufer und nimmt Odette und Siegfried in sich auf, welche auf ewig und in Liebe miteinander vereint sind.

Uraufführung im Jahr 1877 in Moskau
Neukreation für das Semperoper Ballett im Jahr 2009

weitere Aufführungen vom Schwanensee in der Semperoper Dresden:
26.04.2019 19.00 Uhr   18.05.2019 19.00 Uhr
01.05.2019 14.00 Uhr   19.05.2019 12.00 Uhr
01.05.2019 19.00 Uhr   24.05.2019 19.00 Uhr
03.05.2019 19.00 Uhr   27.05.2019 19.00 Uhr
04.05.2019 19.00 Uhr   29.05.2019 19.00 Uhr
12.05.2019 14.00 Uhr
12.05.2019 19.00 Uhr
16.05.2019 19.00 Uhr

Julius Cäsar in Ägypten

Georg Friedrich Händel
Giulio Cesare in Egitto / Julius Cäsar in Ägypten ist eine Oper in drei Akten in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Ein wahres Feuerwerk der Musik brennt Georg Friedrich Händel in seiner Erfolgsoper ab, in der Liebe, Leidenschaft, Intrige, Verrat und Mord das Rad der Geschichte rasant am Laufen halten. Verhandelt wird nicht weniger als das Geschick von zwei der bedeutendsten Persönlichkeiten der Antike – Cäsar und Cleopatra. Auf Cäsars Feldzug in Ägypten gegen Tolomeo wittert dessen Schwester Cleopatra die Chance, selbst an die Macht zu gelangen und erscheint bei dem römischen Feldherrn, der sich in die Schöne verliebt. Doch so rasch gibt der skrupellose Tolomeo nicht auf. Zunächst müssen also Heldentaten begangen und Konkurrenten aus dem Weg geräumt werden, bis sich das prominente Liebespaar gemeinsam feiern lassen kann.
weitere Aufführungen:

13.04.2019 19.00 Uhr
18.04.2019 19.00 Uhr
21.04.2019 18.00 Uhr

Platée in der Semperoper Dresden

Jean-Philippe Rameau
Ballet bouffon in einem Prolog und drei Akten Text von Adrien-Joseph Le Valois d’Orville In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Die Nymphe Platée gehört nicht gerade zu den schönsten Geschöpfen der Mythologie: Sie lebt auf dem Grund des Tümpels, dort, wo die Sonne selten hinkommt. Aber Platée selbst ist davon überzeugt, dass jeder Mann, der sie nur einmal kennenlernt, sich sofort in sie verliebt. Platées Liebesbedürfnis macht sich der oberste Gott Jupiter zunutze: Er spielt Platée seine große Liebe vor und plant eine Hochzeit mit ihr. Seiner eifersüchtigen Frau Junon soll die Vorstellung einer Affäre ihres Mannes mit der Sumpfblüte Platée so absurd erscheinen, dass sie endgültig von der ehelichen Treue Jupiters überzeugt werden kann. Jupiters Plan geht auf, doch Platée, die schon von einem Leben als Göttergattin geträumt hat, bleibt gedemütigt und verletzt zurück.
Jean-Philippe Rameaus Ballett-Oper »Platée« ist eines der ungewöhnlichsten Musiktheaterwerke des 18. Jahrhunderts. Zwar schrieb Rameau das Werk für die Pariser Oper, uraufgeführt wurde es jedoch 1745 bei der Hochzeit des französischen Thronfolgers mit einer spanischen Prinzessin, die für ihre Hässlichkeit berüchtigt war. Damit nicht genug, führt Rameau in »Platée« die Hofgesellschaft König Ludwigs XV. als Ansammlung von skrupellosen Opportunisten vor, die er wie Frösche im Chor quaken lässt. Rameaus Musik parodiert den hohen Ton der französischen Oper mit ungewöhnlichen Intervallsprüngen, raffinierten Tanzrhythmen und lautmalerischen Effekten. Die Rolle der Platée, für einen Tenor komponiert, ist eine der Paraderollen der französischen Barockoper überhaupt. In Dresden, wo »Platée« zum ersten Mal zu erleben ist, wird Star-Tenor Rolando Villazón das Werk neu inszenieren. Der Dirigent Paul Agnew, zusammen mit William Christie Leiter des französischen Barock- Ensembles Les Arts Florissants, stand als Sänger selbst unzählige Male als Platée auf der Bühne.

weitere Aufführungen:
06.04.2019 19.00 Uhr PREMIERE
11.04.2019 19.00 Uhr
16.04.2019 19.00 Uhr
23.04.2019 19.00 Uhr
29.04.2019 13.00 Uhr

COW in der Semperoper Dresden

Alexander Ekman

Musik von Mikael Karlsson Ballett in elf Szenen

Der spätestens seit »Cacti« innerhalb des dreiteiligen Ballettabends »Nordic Lights« bekannte Bilderstürmer Alexander Ekman sorgt erneut für frischen Wind in der Ballettlandschaft: Das Enfant terrible der nordischen Tanzwelt wird Bestehendes für Dresden neu hinterfragen, installativ tätig sein und eine Uraufführung kreieren. Ob eine mit Wasser überflutete »Schwanensee«-Bühne oder das mit Heu gefüllte Stockholmer Opernhaus, mit seiner großen Bandbreite an verrückten Werken holt Ekman stets sein Publikum ab: Überraschung, Timing und reine Freude am Tanz sind nur drei Zutaten seiner choreografischen Rezeptur. Selbstverständnis war gestern; so hinterfragt Ekman gerne mal: »Wann brauchen wir Ballett? Brauchen wir es überhaupt?« – Radikal befreiend wie nordisch-kühle Luft.

weitere Aufführungen von COW in der Semperoper Dresden:

03.04.2019 19.00 Uhr
05.04.2019 20.00 Uhr
07.04.2019 19.00 Uhr
09.04.2019 19.00 Uhr
12.04.2019 19.00 Uhr
17.04.2019 19.00 Uhr

Trouble in Tahiti Aufführung Semperoper Dresden

Leonard Bernstein

Einaktige Oper in sieben Szenen Libretto vom Komponisten mit einem Epilog »The Unanswered Question« von Charles Ives (1906/1935) In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

In ihrem schönen weißen Häuschen führen Sam und Dinah das Leben einer Vorzeigefamilie: der Vater erfolgreicher Geschäftsmann, die Mutter eine umsichtige Hausfrau, der Sohn musisch begabt – ein Bild wie aus der Fernsehwerbung, untermalt von den swingenden Rhythmen eines Jazz-Trios, das das Leben und Lieben in der Vorstadt preist. Doch hinter der paradiesischen Kulisse haben sich Sam und Dinah nichts mehr zu sagen. Er flüchtet vor ihr in den Job und zu seinem Handballverein, sie liegt beim Psychologen auf der Couch und sieht sich die Südseeschnulze »Trouble in Tahiti« an – allein. Das angekündigte ernsthafte Gespräch am Abend läuft ins Nichts, stattdessen füllt das Paar bei einem gemeinsamen Kinobesuch die leeren Stunden aus: noch einmal »Trouble in Tahiti«.

Der Komponist der »West Side Story« unternahm mit dem Einakter »Trouble in Tahiti« seinen ersten Schritt hin zu einer originär amerikanischen Oper, die zwar noch in der Musical Comedy des Broadway verwurzelt ist, aber in ihrer musikalischen Komplexität darüber hinausgeht und sich vielmehr an der Zeitoper Kurt Weills orientiert. 1952 uraufgeführt, wirft »Trouble in Tahiti« einen so satirischen wie sezierenden Blick auf den Alltag einer amerikanischen Durchschnittsfamilie, die auch im 21. Jahrhundert und jenseits des »Großen Teichs« ihre Ebenbilder findet.

weitere Aufführungen von Trouble in Tahiti in der Semperoper Dresden:

15.03.2019 19.00 Uhr
16.03.2019 16.00 Uhr
18.03.2019 19.00 Uhr
19.03.2019 19.00 Uhr
21.03.2019 19.00 Uhr
23.03.2019 16.00 Uhr
24.03.2019 16.00 Uhr

Die verkaufte Braut in der Semperoper Dresden

Bedřich Smetana
Die verkaufte Braut ist eine Komische Oper in drei Akten Text von Karel Sabina, deutsche Fassung von Kurt Honolka In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Marie liebt Hans – Hans liebt Marie. Hans ist ein Fremder in der Stadt, doch das Herz von Marie hat er im Sturm erobert. Da gibt es nur ein Problem: Marie soll Wenzel, den Sohn des Grundbesitzers Micha, heiraten und damit eine alte Schuld begleichen. Der Heiratsvermittler Kezal bietet Hans sogar Geld an, wenn er auf Marie verzichtet – was Hans überraschenderweise annimmt. Schriftlich lässt er Kezal bestätigen, dass nur der Sohn des Micha Marie heiraten dürfe. Was keiner weiß: Außer Wenzel hat der alte Micha noch einen zweiten Sohn: Hans.

Eine tschechische Nationaloper in Form der beliebten Spieloper im leichten Konversationston mit viel volkstümlichem Witz, einprägsamen Charakteren, farbenreichem Chorgesang und rasanten Volkstänzen wollte Bedřich Smetana seinen Landsleuten bescheren und damit gleichzeitig seine Kritiker zum Verstummen bringen, die ihm mangelnde Originalität und Wagnerianertum vorwarfen. In der zweiten Fassung von 1870 setzte die »Braut« dann auch zum europaweiten Siegeszug an. In ihrer ersten Arbeit an der Semperoper legt die international erfolgreiche französische Regisseurin Mariame Clément mit feinem Gespür für die Unberechenbarkeit menschlichen Handelns, der Poesie der Liebesgeschichte und scharfem Skalpell nach und nach die Schichten dieses so heiter anmutenden Volksstückes mit bitterbösem Inhalt frei. Als Hans ist in seiner ersten Neuproduktion an der Semperoper der slowakische Tenor Pavol Breslik zu erleben und am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden steht der tschechische Dirigent Tomáš Netopil, der in Dresden 2017 die Neuproduktion »Doktor Faust« dirigierte.

weitere Aufführungen:
08.03.2019 19.00 Uhr PREMIERE   25.03.2019 19.00 Uhr
13.03.2019 19.00 Uhr   25.04.2019 19.00 Uhr
16.03.2019 19.00 Uhr   28.04.2019 18.00 Uhr
22.03.2019 19.00 Uhr   02.05.2019 19.00 Uhr

Tannhäuser in der Semperoper Dresden

Richard Wagner
Große romantische Oper in drei Aufzügen Text vom Komponisten In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Die Welt der Göttin Venus, bei der der sterbliche Tannhäuser als ihr Geliebter weilt, ist der Lust und Sinnlichkeit geweiht. Dieser Art von Genüssen eines Tages überdrüssig, sehnt er sich nach irdischen¬ Gefilden zurück. Mit seiner Anrufung Mariens versinkt die Welt der Venus, und Tannhäuser findet sich am Fuße der Wartburg wieder. Als er dort zum ausgelobten Sängerwettstreit um die Liebe¬ im Gegensatz zu den anderen Sängern, die von Reinheit des Gefühls singen, vor allem auf die Lust anstimmt, sorgt er für Empörung. Man fordert seinen Tod. Elisabeth, deren Herz er zu gewinnen beabsichtigte, stellt sich schützend vor ihn. Zur Buße wird er nach Rom geschickt. Nach Monaten kehrt der Pilgerzug ohne ihn wieder. Elisabeth stirbt, bevor der Unglückliche doch zurückkehrt, dem offenbar die päpstliche Absolution verweigert wurde. Wie durch ein Wunder wird Tannhäuser erlöst.

weitere Aufführungen:
17.02.2019 16.00 Uhr
02.03.2019 18.00 Uhr
10.03.2019 17.00 Uhr

Die lustige Witwe in der Semperoper Dresden

Franz Lehár
Operette in drei Akten Libretto von Victor Léon und Leo Stein nach der Komödie »L’attaché d’ambassade« von Henri Meilhac In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Der Operetten-Staat Pontevedro ist in argen Geldnöten. Der drohende Bankrott ist nur noch durch eine Heirat der millionenschweren, pontevedrinischen Witwe Hanna Glawari mit einem Landsmann abzuwenden. Nach dem Plan von Baron Zeta wäre dadurch das Vermögen für das Land gesichert. Der passende Bräutigam soll der lebenslustige Graf Danilo werden, doch er und die Witwe mögen nicht so recht zusammenfinden. Zetas Plan scheint vollends zu scheitern, als die Witwe verrät, dass sie bei einer Wiederverheiratung laut Testament ihr Vermögen verliert. Der insolvente Staat scheint nicht mehr zu retten …

weitere Aufführungen:
18.01.2019 19.00 Uhr   24.01.2019 19.00 Uhr
20.01.2019 19.00 Uhr   03.02.2019 19.00 Uhr
22.01.2019 19.00 Uhr   08.02.2019 19.00 Uhr

Hänsel und Gretel in der Semperoper Dresden

Engelbert Humperdinck

Märchenoper in drei Bildern Nach der Dichtung von Adelheid Wette In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Wer kennt sie nicht, die armen Märchengeschwister, die sich – nach übermütigem Spiel von der Mutter zum Beerensuchen geschickt – im Wald verlaufen? Oder die böse Knusperhexe, in deren Fänge sie geraten, und natürlich ihr Haus aus Lebkuchen, das außen so süß, innen aber eine Todesfalle ist? Engelbert Humperdinck schuf auf der Grundlage der Brüder Grimm die berühmteste Märchenoper des Musiktheaterrepertoires. Ursprünglich konzipiert als Stück für den eigenen Familienkreis nach Texten seiner Schwester Adelheid Wette, wurde »Hänsel und Gretel« Humperdincks Erstlingswerk für die Opernbühne, das alle Erfolgsrekorde brach. Nach jahrzehntelangem Suchen hatte der Komponist hier endlich eine Alternative zu seinem Mentor Richard Wagner gefunden: die Verbindung von Volks- und Kinderliedern mit musikdramatischen Elementen zu einer bekannten Märchenvorlage. In der Inszenierung von Katharina Thalbach wird diese Vorlage durch weitere Figuren aus den Grimm’schen Märchen angereichert. Rotkäppchen, Schneewittchen und der böse Wolf entführen Kinder wie Erwachsene auf eine musikalische Reise, die den Spuren der altbekannten Fantasiegestalten durch den schaurig-schönen Märchenwald folgt. An ihrem Ende steht der Untergang des Hexenreiches und damit der Sieg des Guten, verkündet von den entzauberten Lebkuchenkindern: »Erlöst, befreit, für alle Zeit«.

 

weitere Aufführungen:

15.12.2018 19.00 Uhr
21.12.2018 19.00 Uhr
26.12.2018 18.00 Uhr  

Arabella in der Semperoper Dresden

Richard Strauss
Oper in drei Aufzügen Libretto von Hugo von Hofmannsthal In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

»Arabella«, uraufgeführt am 1. Juli 1933 in Dresden, erzählt die Geschichte des Grafen Waldner und seiner Familie, die kurz vor dem finanziellen Ruin steht. Deshalb soll die ältere Tochter Arabella so rasch wie möglich mit einem reichen Verehrer verheiratet werden. Der Richtige scheint gefunden in dem Großgrundbesitzer Mandryka. Doch da sorgen Offizier Matteo, der Arabella über alles liebt, und Arabellas Schwester Zdenka, als Junge verkleidet, für Verwirrung. Erst nach allerlei amourösen Verwicklungen findet das Paar zu seinem Glück. Zum Klangrausch von Richard Strauss erzählt »Arabella« die Geschichte von der Suche nach dem idealen Partner.

weitere Aufführungen:
07.12.2018 19.00 Uhr
10.12.2018 19.00 Uhr
13.12.2018 19.00 Uhr

Ariadne auf Naxos in der Semperoper Dresden

Richard Strauss
Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel Text von Hugo von Hofmannsthal In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Ein reicher Mann hat sich für ein Fest von einem jungen Komponisten eine Oper schreiben lassen: Ariadne auf Naxos. Aber weil ihm diese tragische Oper um die von ihrem Geliebten Theseus verlassene Ariadne dann doch nicht unterhaltsam genug ist, lädt er zusätzlich eine Komödiantentruppe ein, die gleichzeitig mit dem Trauerspiel ihre Possen aufführen sollen. Eine Zumutung für den Komponisten, aber auch eine Chance: Denn so prallt die Trauer der verlassenen Ariadne auf die Lebenslust der Komödiantin Zerbinetta, die Welt der griechischen Tragödie vermischt sich mit der Leichtigkeit des französischen Rokoko. »Ariadne auf Naxos« ist eine Oper über die Oper, über Treue und Wechsel und über die Verwandlungskraft der Liebe.
Unmittelbar nach dem Erfolg ihrer Oper »Der Rosenkavalier « planten Richard Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal ihr nächstes Werk. Die Oper »Ariadne auf Naxos« war zunächst als Teil einer Neufassung von Molières Schauspiel »Der Bürger als Edelmann« geplant, die Strauss und Hofmannsthal dem Regisseur Max Reinhardt als Dank für seine Mithilfe bei der Dresdner Uraufführung des »Rosenkavalier « gewidmet hatten. Doch das Gespann aus Schauspiel und Oper wollte bei der Uraufführung in Stuttgart 1912 nicht so recht zünden, und so erhielt die einaktige Oper ein neues Vorspiel, eine Backstage-Komödie, in der Hofmannsthal und Strauss ihre Erfahrungen als Künstler im bürgerlichen Kulturbetrieb satirisch verarbeiteten. In dieser Neufassung wird das Werk seit seiner Uraufführung 1916 bis heute gespielt. An die Stelle des Riesenorchesters seiner früheren Opern tritt in »Ariadne auf Naxos« ein 38-köpfiges Kammerensemble, mit dem Strauss an das Vorbild Wolfgang Amadeus Mozarts anknüpft und dennoch einen betörenden und reichen Klangrausch entfaltet. Die Staatskapelle Dresden hat »Ariadne auf Naxos« bereits 2012 erfolgreich mit ihrem Chefdirigenten Christian Thielemann bei den Festspielen Baden-Baden aufgeführt. Auch bei der Neuproduktion an der Semperoper wird Christian Thielemann wieder am Pult des Orchesters stehen.

weitere Aufführungen:
02.12.2018 18.00 Uhr PREMIERE
05.12.2018 19.00 Uhr
08.12.2018 19.00 Uhr
12.12.2018 19.00 Uhr
14.12.2018 19.00 Uhr

Der Nussknacker in der Semperoper Dresden

Aaron S. Watkin
Musik von Pjotr I. Tschaikowsky Ballett in zwei Akten

Tschaikowskys »Nussknacker« gehört schon fast genauso zu Weihnachten wie der Dresdner Stollen. So greifen Aaron S. Watkin und Jason Beechey in ihrer Produktion auf die ursprüngliche Geschichte zurück und gestalten ein fantastisches und traditionsbewusstes Märchen im Umfeld einer Dresdner Weihnacht: Zu Heiligabend bekommt Marie einen Nussknacker geschenkt, den sie sofort in ihr Herz schließt. Bald droht jedoch Gefahr von einer kriegerischen Mäuseschar. Da ist es, als würde der Holzmann zum Leben erwachen: Er stellt sich dem Feindesheer entgegen. Mit ihrem neuen Schützling begibt sich das Mädchen auf eine Reise durch ein Land zuckersüßer Träume – und ins Erwachsenwerden.

Uraufführung im Jahre 1892 in St. Petersburg
Neukreation für das Semperoper Ballett im Jahr 2011

weitere Aufführungen:
24.11.2018 19.00 Uhr   09.12.2018 18.00 Uhr   25.12.2018 14.00 Uhr
28.11.2018 19.00 Uhr   16.12.2018 19.00 Uhr   25.12.2018 18.00 Uhr
30.11.2018 19.00 Uhr   19.12.2018 19.00 Uhr
04.12.2018 20.00 Uhr   20.12.2018 19.00 Uhr
06.12.2018 19.00 Uhr   23.12.2018 14.00 Uhr
09.12.2018 14.00 Uhr   23.12.2018 18.00 Uhr

La traviata in der Semperoper Dresden

Giuseppe Verdi

Oper in drei Akten (vier Bildern) Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Drama »La Dame aux camélias« von Alexandre Dumas d. J. In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

 

Als Mittelpunkt jedes glamourösen Festes überspielt die Pariser Edelkurtisane Violetta Valéry geschickt ihre tödliche Krankheit. Schwäche bedeutet Einsamkeit und nichts fürchtet Violetta mehr. Erst bei dem jungen Alfredo lernt sie wahre Liebe und Geborgenheit kennen, doch seine Familie fordert die Trennung des ungleichen Paares. Violetta beugt sich und verlässt Alfredo ohne Erklärung. Tief gekränkt demütigt er sie anschließend öffentlich. Als er den wahren Grund der Trennung erfährt und reuevoll zu Violetta zurückkehrt, findet er eine Sterbende. Verdis »La traviata« über die »vom Wege Abgekommene«, die mit ihrem Sujet der Prostitution zur Entstehungszeit heftige Proteste auslöste, zählt heute zu den berührendsten Opern weltweit.

 

weitere Aufführungen:

23.11.2018 19.00 Uhr
25.11.2018 19.00 Uhr
31.12.2018 20.30 Uhr
02.01.2019 09.00 Uhr
03.01.2019 19.00 Uhr
19.01.2019 19.00 Uhr
05.01.2019 19.00 Uhr

Pelléas et Mélisande

Claude Debussy

Oper in fünf Akten Dichtung von Maurice Maeterlinck In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

 

Auf der Suche nach einer ganz eigenen Welt schuf Claude Debussy nach dem symbolistisch-irisierenden Schauspiel von Maurice Maeterlinck ein Traumstück, eine introvertiert-verrätselte Oper, aus der die Stimme des Unbewussten zu sprechen scheint. Aller Dramatik entbunden, ist die rezitativisch-deklamatorische Musik laut Debussy »Schilderung dessen, was in der Natur nicht sichtbar ist«. Unterschwellig souffliert sie uns seelische Prozesse von der Entfremdung derer, die ehelich zusammengehören, und vertraut uns die Tragödie zwischen den unglücklich Liebenden Pélleas und Mélisande an. Im Jahre 1902 in Paris uraufgeführt, musste das Werk im einerseits nachwagnerschen und andererseits veristischen Kontext befremden, so singulär kam Debussys »Drame lyrique« daher. Doch lange Zeit verging nicht, bis dies unerhört magische Werk seinen Siegeszug um die Welt antrat. Genauso einzigartig wie international erfolgreich für die heutige Zeit ist die längst Kultstatus genießende katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus, die das Werk in Szene setzen wird – spektakulär, bewegt, bildgewaltig und abseits jeder Tradition.

 

weitere Aufführungen von Pelléas et Mélisande in der Semperoper Dresden:

09.11.2018 19.00 Uhr
13.11.2018 19.00 Uhr
01.12.2018 19.00 Uhr

Labyrinth in der Semperoper Dresden

George Balanchine / Martha Graham / Ohad Naharin / Joseph Hernandez
Vierteiliger Ballettabend

Der neue vierteilige Ballettabend des Semperoper Ballett führt ins Labyrinth der menschlichen Psyche als dem Ort der Leidenschaften, Temperamente, Fantasien und Emotionen. George Balanchine gab 1940 bei Paul Hindemith eine Komposition für eine Kreation über die vier Temperamente des Menschen in Auftrag. »Thema mit Variation für Klavier und Streichorchester« teilt das Ballett »Die vier Temperamente« von 1946 inklusive der Vorstellung des Themas in fünf Teile. Sie zeigen Balanchines tänzerische Assoziation zum Wesen des Melancholikers, Sanguinikers, Phlegmatikers und des Cholerikers in enger Anbindung an Hindemiths musikalische Interpretation.

Tief in den inneren Irrgarten menschlicher Emotionen dringt Martha Graham mit ihrer Choreografie »Errand into the Maze« (»Gang ins Labyrinth«) von 1947 vor. Inhaltlich auf dem griechischen Mythos um Ariadne basierend, die mit einem Fadenknäuel ihrem Geliebten Theseus hilft, unbeschadet dem Labyrinth des Minotaurus zu entkommen, interpretiert Graham das Labyrinth als den inneren Kampf des Menschen mit dem Gespenst der Angst und den eigenen Dämonen – personifiziert durch den Minotaurus. Ein legendäres Stück Tanzgeschichte auf eine Komposition von Gian Carlo Menotti.

Der israelische Choreograf Ohad Naharin, aus der Schule Martha Grahams hervorgegangen, erobert mit »Black Milk« einen archaischen Teil des Labyrinthes. 1985 ursprünglich für ein Frauen-Quintett geschaffen, erhöht sich in der Fassung für fünf Männer von 1991 noch einmal der rituelle Charakter dieser gleichzeitig rauen und eleganten, hochenergetischen und die Tänzer bis an die Grenzen ihrer körperlichen Kräfte führenden Choreografie. In der Neukreation des Choreografen und Tänzers des Semperoper Ballett, Joseph Hernandez, weitet sich der Raum des Labyrinths in der Auftragskomposition des amerikanischen Komponisten Barret Anspach schließlich zur Utopie.

weitere Aufführungen:
03.11.2018 18.00 Uhr PREMIERE
05.11.2018 13.00 Uhr
14.11.2018 19.00 Uhr
16.11.2018 19.00 Uhr
18.11.2018 19.00 Uhr
21.11.2018 19.00 Uhr

Satyricon in der Semperoper Dresden

Bruno Maderna
Kammeroper in einem Akt Libretto von Ian Strasfogel und Bruno Maderna In deutscher, französischer, englischer, italienischer und lateinischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

»Hier ist Fortunata, Trimalchios Frau! Er ist so stinkreich, dass er gar nicht weiß, wie viel er hat. Aber ich! Ich habe meine Finger überall drin, wirklich überall. Wer mir gefällt, hat Glück gehabt, wer nicht, dem gnade Gott.« So kommentiert Trimalchios Frau Fortunata, eine ehemalige Prostituierte, ihren Reichtum und Einfluss auf ihren Mann, einen ehemaligen Sklaven und Lustknaben. In einem grellbunten Bilderbogen der Dekadenz produzieren sich die acht Teilnehmer eines Nachtmahls im Hause Trimalchios in selbstherrlicher Manier voreinander und schrecken dabei auch vor gegenseitiger Erniedrigung nicht zurück. Rücksichtslos intrigiert und herrscht Trimalchio politisch, finanziell und sexuell über seine Gäste, bis er am Ende sogar seine eigene Beerdigung inszeniert.

Ausschnitte aus dem antiken Roman »Satyricon« des Petronius (um 60 n. Chr.), zur Zeit des Kaisers Nero entstanden, dienten Bruno Maderna, dem italienischen Komponisten und Anhänger der Avantgarde in der Musik, nach dem Zweiten Weltkrieg für seine Collage verschiedener Begebenheiten als Sinnbild für Dekadenz und Verderbtheit. In Trimalchios Nachtmahl wird eine Gesellschaft von Herren und Sklaven gezeigt, deren Standeszugehörigkeit dem Zufall entsprungen zu sein scheint und sich jederzeit wieder verändern kann. Das musikalische Material dazu lieferte 1971 ein Workshop mit Studenten unter der Leitung des amerikanischen Opernproduzenten Ian Strasfogel und Maderna selbst. Laut, obszön und derb, aber auch lustvoll und mit vielen bekannten Opernzitaten versehen, fasste der Komponist sein Werk. In fünf verschiedenen Sprachen parlieren sich die Figuren munter und fatalistisch am Abgrund der eigenen Würde entlang.

»Satyricon« entsteht in einer Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg sowie dem Teatro Communale in Modena.

weitere Aufführungen:
13.10.2018 18.00 Uhr PREMIERE
19.10.2018 19.00 Uhr
20.10.2018 17.00 Uhr

Moses und Aron in der Semperoper Dresden

Arnold Schönberg
Oper in drei Akten Dichtung vom Komponisten In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Die Oper »Moses und Aron« von Arnold Schönberg steht wie keine zweite für den Aufbruch ins Neue und Unbekannte, die Frage nach Gott und dem Absoluten, das Ringen um Ausdrucksform und musikalische Sprache sowie für das Scheitern.

Moses wird vom biblischen Gott damit beauftragt, das Volk Israel von falschen Göttern und aus der ägyptischen Knechtschaft zu befreien. Da Moses sich dem Auftrag zuerst verweigert, stellt ihm Gott seinen Bruder Aron zur Seite. Und so kämpfen die ungleichen Brüder in der Wüste um die Vermittlung des Nichtvermittelbaren und die Befreiung des Volkes aus Unmündigkeit und politischer Knechtschaft. Aron mit sichtbaren Wundern und wohlgesetzter Rede, mit Tanz, Ekstase und dem Goldenen Kalb; während Moses um Ausdruck und Reinheit seiner religiösen Vision ringt, um verzweifelt zu schließen: »O Wort, du Wort, das mir fehlt!« Mit diesem Satz endet die Oper, die Arnold Schönberg mit seinem Tode 1951 nach über zwanzig Jahren der Beschäftigung unvollendet hinterließ. »Moses und Aron« ist ein im besten Sinne herausforderndes Schlüsselwerk des Musiktheaters, ein stilistisch enorm vielschichtiges Werk mit Sprechgesang, gewaltigen Chören und faszinierenden Klangbildern aus polyphonen Stimmführungen, abwechslungsreicher Instrumentation und abgestufter Dynamik.

1957 erlebte »Moses und Aron« seine szenische Uraufführung in Zürich, 1975 seine Erstaufführung in der DDR im »Großen Haus der Staatstheater Dresden« in der Regie von Harry Kupfer. Zur Eröffnung der Intendanz von Peter Theiler wird der Katalane Calixto Bieito das Werk szenisch neu deuten. Alan Gilbert, bis 2017 Chefdirigent der New York Philharmonic und ab 2019 des NDR Elbphilharmonie Orchesters, leitet die Staatskapelle Dresden. Und mit Sir John Tomlinson und Lance Ryan stehen zwei Interpreten von Weltrang für die ungleichen Brüder Moses und Aron auf der Bühne der Semperoper.

weitere Aufführungen:
29.09.2018 19.00 Uhr PREMIERE

10.10.2018 19.00 Uhr
06.10.2018 19.00 Uhr
03.10.2018 18.00 Uhr
15.10.2018 13.00 Uhr

La Bayadère in der Semperoper Dresden

Ballett in zwei Akten von Aaron S. Watkin nach Marius Petipa Musik von Ludwig Minkus

Die Tempeltänzerin Nikija und Solor haben sich vor dem heiligen Feuer heimlich ewige Liebe geschworen. Doch der mächtige Radscha durchkreuzt die Pläne der Liebenden: Er möchte den Krieger Solor mit seiner Tochter Hamsatti verheiraten. Überwältigt von deren Schönheit vergisst Solor sein Liebesversprechen an die Bayadère; deren Gefühle für ihn haben jedoch nicht an Intensität verloren. Schmerzvolle Aufgabe ist es für Nikija, auf dem Verlobungsfest von Solor und Hamsatti tanzen zu müssen, eine Szene mit tödlicher Botschaft. Nikija stirbt. Solors Schmerz über den Tod bricht sich Bahn, im Opiumrausch sucht er Trost, um sein Leid ertragen zu können. In der Welt der Schatten begegnet er seiner einstigen Geliebten. Keine weltliche Macht kann die finale Vereinigung der füreinander Bestimmten Nikija und Solor verhindern.

weitere Aufführungen:
16.09.2018 14.00 Uhr
19.09.2018 19.30 Uhr
21.09.2018 19.00 Uhr
26.09.2018 19.00 Uhr
28.09.2018 19.00 Uhr
02.10.2018 19.00 Uhr

Die Entführung aus dem Serail

Wolfgang Amadeus Mozart
Singspiel in drei Aufzügen Libretto von Johann Gottlieb Stephanie d. J. nach dem Text von Christoph Friedrich Bretzner zu der Operette »Belmont und Constanze oder Die Entführung aus dem Serail« von Johann André In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

»Nichts ist so hässlich als die Rache. Hingegen menschlich gütig sein und ohne Eigennutz verzeihn, ist nur der großen Seelen Sache.« Bis die versammelten Protagonisten der »Entführung« dieses Loblied auf den Bassa Selim anstimmen, musste jedoch erst ein gewaltiger Gesinnungswandel stattfinden. Denn: Von Piraten waren Konstanze, Blonde und Pedrillo entführt, vom Bassa gekauft und in dessen Palast verschleppt worden. Nur gut, dass Belmonte, Konstanzes Verlobter, sich während des Menschenraubes retten konnte. So plant er, seine Geliebte und sein Dienerpaar aus der Gefangenschaft zu befreien, was aber gar nicht so einfach in die Tat umzusetzen ist. Erfindungsreichtum ist vonnöten, denn der Bassa hat in Gestalt seines dienstbeflissenen Angestellten Osmin einiges entgegenzuhalten, um die Flucht zu vereiteln. Zudem hat er selbst ein Auge auf die schöne Konstanze geworfen und Osmin mindestens eines auf Blonde. Doch wäre es nicht Mozarts Singspiel par excellence, wenn die Geschichte nicht gut ausgehen und die wahren Liebenden nicht wieder zueinander finden würden.
In »Die Entführung aus dem Serail«, 1782 in Wien uraufgeführt, versammelt Mozart unter anderem mit Konstanzes »Marternarie«, Blondes »Welche Wonne, welche Lust«, Pedrillos »Auf zum Kampfe« oder auch mit dem exotisch klingenden Chor der Janitscharen Musiken, die bis heute zu den bekanntesten Stücken der Opernliteratur zählen.

weitere Aufführungen:
04.09.2018 19.00 Uhr 15.11.2018 19.00 Uhr
06.09.2018 19.00 Uhr 17.11.2018 19.00 Uhr
28.10.2018 19.00 Uhr

Tosca in der Semperoper Dresden

Giacomo Puccini
Oper in drei Akten Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Drama von Victorien Sardou In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

»Vissi d’arte«. Nur für die Kunst lebte die gefeierte Sängerin Tosca, bis politische Intrigen schlagartig in das Leben der Künstlerin und ihres Geliebten, des Malers Cavaradossi, einbrechen: Als dieser den politischen Flüchtling Angelotti versteckt, gerät er ins Visier des skrupellosen Polizeichefs Scarpia, der längst ein Auge auf Tosca geworfen hat. Um den Geliebten zu retten, muss Tosca nicht nur Angelotti verraten, sondern soll sich auch Scarpia hingeben … In wenigen Opern sind politische Willkür und persönliche Leidenschaften so eng miteinander verwoben und liegen so grausam offen wie in Puccinis packendem Stück über Liebe, Ehre, Verrat, Macht und Eifersucht. Nach seinem Welterfolg »La bohème« steigert der Komponist hier seinen Ansatz der Leitmotivtechnik und kreiert auf diese Weise eine themenreiche Partitur, die an Dichte, Emotionalität und Kunstfertigkeit nichts missen lässt. Nicht umsonst gilt die »Primadonnen-Oper« deshalb bis heute als eines der Lieblingswerke des Kernrepertoires: Hier geben sich vielschichtig gezeichnete Charaktere, mitreißende Musik und kunstvolle Verzahnung von Politik und Emotion die Hand. Unter der Leitung von Ernst von Schuch kam »Tosca« 1902 an der Semperoper zur deutschen Erstaufführung – und steht seitdem überaus erfolgreich auf dem Dresdner Spielplan.

weitere Aufführungen:
26.04.2018 19.00 Uhr 14.03.2019 19.00 Uhr 24.03.2019 19.00 Uhr 17.05.2019 19.00 Uhr
29.04.2018 16.00 Uhr 17.03.2019 19.00 Uhr 11.05.2019 19.00 Uhr 20.05.2019 19.30 Uhr
03.05.2018 19.00 Uhr 21.03.2019 19.20 Uhr 15.05.2019 19.30 Uhr 01.06.2019 19.00 Uhr
07.06.2019 19.00 Uhr

Opernreisen Dresden